FC Amriswil mit erstem Auswärtssieg in Seuzach

05.11.2018 Von: Ernst Zaugg

Mit dem vom ganzen Team hart erarbeiteten Sieg in der umkämpften Partie findet der FC Amriswil Anschluss an das hintere Mittelfeld.

Der Start begann mit einem Paukenschlag. Sekunden nach dem Anpfiff stand Kreis im gegnerischen Fünferraum und jagte die Kugel an die Lattenunterkante, von wo der Ball ins Feld zurücksprang. Das hätte Tor sein müssen. Nach 7 Min. lag der FCA mit 0:1 in Front. Eggmann verwertete ein herrliches Zuspiel. Dann drippelte sich Moser bis in den Strafraum durch, wo er grenzwertig gestoppt wurde. Seuzach erwachte und aus dem Nichts stand es 1:1. Mit einem gekonnten Heber liess Honegger den jungen Keeper alt aussehen. Zwei Minuten später drang wiederum Moser in den gegnerischen Strafraum ein und wurde gefoult. Bärlocher setzte den Ball und traf souverän vom Penaltypunkt. Die Platzherren erhöhten nun ihrerseits den Druck. Einen Cornerball konnten die Thurgauer per Kopf entschärfen, doch den freiliegenden Ball holte sich Honegger, der nur knapp über die Latte schoss. Plötzlich stand Widmer im Mittelpunkt. Gegen drei Amriswiler spielte er sich mit einer einfachen Finte selber frei und schon lag der Ball zum 2:2 Ausgleich im Netz. Und Widmer hätte gleich nachdoppeln können. Sein Torschuss strich am linken Pfosten vorbei. Die Chancen kamen beidseitig fast im Minutentakt. Der glänzend disponierte Moser legte wunderbar für Bärlocher auf, der punktgenau in die linke Torecke einschoss. Schade ging die Fahne hoch. Der vermeintliche Torschütze war wohl bei der Ballabgabe einen halben Schritt zu weit vorne. In der 30. Minute traf Moser zum 2:3 mit einem sehenswerten Hocheckschuss zur erneuten Führung des FCA. Aus dem Hinterhalt ersprintete sich Fabio Moser einen zu lang geglaubten Flankenball und schloss direkt ab. Dass dies bereits die Entscheidung war, wusste man nach einer halben Stunde natürlich nicht. Noch vor der Pause zog Raul Perez mit einem prächtigen Solo und viel Punch über mehr als das halbe Feld los bis in den gegnerischen Strafraum, wo er aber abgedrängt wurde. Bei einem guten Angriff über Lämmler zu Eggmann legte dieser per Kopf wunderbar zur Mitte, doch die Verteidigung war aufmerksam.

Auch die zweite Halbzeit war nie langweilig, weil viel Kampfgeist gefragt war. Seuzach machte viel Druck und nach 70 Minuten wurde Gröbli sensationell freigespielt. Sein Hammer flog Zentimeter über die Latte. Der FCA war auch nicht ungefährlich. Mit einem feinen Haken drang Eggmann in den Strafraum ein, wurde aber abgefangen und Schochs Abschluss aus spitzem Winkel nach Doppelpass mit Bärlocher senkte sich aufs Netzdach. Die beste Amriswiler Konterchance lancierte Germann, der unwiderstehlich durch die Mitte loszog und zum mitgelaufenen Arganese auflegte, dessen guter Abschluss am hinteren Pfosten vorbei-schrammte, womit die Siegsicherung verpasst wurde. Seuzachs Auer, mit rasantem Flügel-lauf, legte mit scharfer Hereingabe zur Mitte eine Grosschance auf, die aber von allen verpasst wurde. Ein guter Abschluss von Türkmen nach schöner Kombination konnte abge-blockt werden und die hohen Bälle waren stets eine Beute von Stadler, der die Lufthohheit hatte und auch Ruhe ausstrahlte. Mit grossem Kampfgeist der gesamten Mannschaft verdiente sich der FC Amriswil die drei Punkte und darf stolz auf die Vorrunde zurückblicken.  

 

 

Sportplatz Rolli Seuzach,  150 Zuschauer

SR Jevremovic, SRA Ivanov, Lettieri

 

FC Seuzach – FC Amriswil 2 : 3  (2:3)

 

FC Seuzach: Popp, Tavares, Lötscher, Kradolfer, Süsstrunk,

Di Nucci (34. Vögeli), Weibel, Auer, Türkmen, Widmer,

Honegger (66. Gröbli).

 

FC Amriswil: Stadler, Mandelli, Kreis, Niklaus, Perez,

Kryeziu (46. Krasniqi), Lämmler, Bärlocher (73. Arganese),

Germann, Moser (66. Schoch), Eggmann (90. Hiseni).

 

Bemerkungen: FCA ohne Torhüter Mirseloski, im Tor mit

Pascal Stadler. 1. Min. Lattenschuss von Kreis

Tore: 7. Min. Silvan Eggmann 0:1, 15. Honegger 1:1,

17. Kevin Bärlocher 1:2 (Pen.), 26. Widmer 2:2, 30. Fabio Moser 2:3.