Dramatischer Rückrundenauftakt: FCA siegt in extremis gegen Münsterlingen
Am Donnerstag, 2. April 2026, startete der FC Amriswil als Wintermeister mit einem nervenaufreibenden 2:3-Auswärtssieg gegen das Tabellenschlusslicht FC Münsterlingen in die Rückrunde. Was lange nach einer souveränen Pflichtaufgabe aussah, entwickelte sich in der Schlussphase zu einem regelrechten Krimi. Trotz einer Unterzahl in den letzten Minuten und dem späten Ausgleich bewies der Leader moralische Stabilität und sicherte sich die drei Punkte durch ein „Weltklasse-Tor“ in der Nachspielzeit.
Erste Halbzeit, Amriswil kontrolliert das Geschehen
Der FCA übernahm von Beginn an das Spieldiktat und zeigte klare spielerische Vorteile. Das Mittelfeld wurde dominiert und die Defensive stand gewohnt sicher. Bereits in der 14. Minute zahlte sich die Überlegenheit aus: Nach einem schnell ausgeführten Freistoss wurde Lars Musa am linken Sechzehnereck steil angespielt. Er zog aufs Tor und schob den Ball überlegt zur 0:1-Führung in die weite Ecke ein.
In der Folge drückte der FCA auf den zweiten Treffer. Ein sensationeller Steilpass von Höhener erreichte Robin Wirth, dessen gefühlvoller Chip über den Torhüter jedoch am Pfosten landete. Auch Münsterlingen kam über rechts zu einer Chance, verzog aber knapp. Kurz vor der Pause, in der 43. Minute, fiel das verdiente 0:2: Torhüter Gjon Neziraj schlug den Ball weit auf Thomas Neziraj ab, der seinen Speed auf der rechten Seite ausspielte und perfekt ins Zentrum auf Robin Wirth passte, welcher problemlos einnetzte.
Zweite Halbzeit, Zwischen Kontrolle und spätem Drama
Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie zunächst vor sich hin, Amriswil kontrollierte, während Münsterlingen die klaren Mittel fehlten. FCA-Trainer Massimo Gioa nutzte die Situation für diverse Wechsel (Lopez für Schöpf, Kessler für Islami, Schmid für Höhener), um frische Kräfte zu bringen.
Doch in der 74. Minute kam der FCM aus dem Nichts zurück ins Spiel: Grin traf mit einem herrlichen Schlenzer zum 1:2-Anschluss. Amriswil antwortete fast postwendend durch eine starke Aktion von Kessler, dessen Volley jedoch leicht abgefälscht am Tor vorbeiging. Die Schlussminuten wurden hektisch: In der 88. Minute sah Thomas Neziraj nach einem unglücklichen Zusammenprall mit dem Torhüter Gelb-Rot, woraufhin Münsterlingen zur Schlussoffensive blies. In der 90. Minute schien der Sieg verspielt, als La Scalia zum 2:2 ausglich.
Das furiose Finale
Wer dachte, der Leader würde sich mit dem Punkt begnügen, irrte sich. In der 92. Minute zirkelte Luka Petrovic einen Freistoss aus 25 Metern präzise in den rechten oberen Winkel, ein Treffer der Marke „Weltklasse“. Mit den Einwechslungen von Zanetti und Ramadani brachte der FCA den 2:3-Sieg über die Zeit.
Fazit
Der FC Amriswil hat zum Rückrundenstart Moral bewiesen. Nach einer dominanten ersten Halbzeit machte man sich das Leben in Unterzahl selbst schwer, doch die individuelle Qualität von Petrovic rettete die drei Punkte. Damit festigt der FCA seine Spitzenposition und geht mit viel Selbstvertrauen in das kommende Heimspiel gegen den Verfolger Weinfelden-Bürglen.
Tore: 14. Min 0:1 Lars Musa, 43. Min 0:2 Robin Wirth, 74. Min 1:2 Grin, 91. Min 2:2 La Scalia, 92. Min 2:3 Luka Petrovic.
FC Amriswil: G. Neziraj, Musa (93. Ramadani), Wirth (93. Zanetti), Islami (66. Kessler), Petrovic, Günes (77. Demirel), T. Neziraj, Grubenmann, Vranic, Schöpf (57. Lopez), Höhener (68. Schmid)
FC Münsterlingen: Kustos, Ryter, Pogorzelski, Müller, Gloor, Hartnick, Finocchi (77. La Scalia), Ghribi (61. Grin), Sarikaya, Forster, Allenspach
