Kalte Dusche im Spitzenkampf: FCA unterliegt eiskalten Weinfeldern im Tellenfeld
Am Samstagnachmittag, 11. April 2026, stand für den FC Amriswil das erste Heimspiel der Rückrunde auf dem Programm. Nach dem glücklichen Zittersieg beim Tabellenletzten Münsterlingen in der Vorwoche wartete mit dem Tabellendritten FC Weinfelden-Bürglen ein echtes Schwergewicht auf dem Tellenfeld. Es entwickelte sich der erwartete, packende Spitzenkampf, an dessen Ende der Leader jedoch eine bittere und unerwartete 2:3-Heimniederlage quittieren musste. Während sich die bemühten Amriswiler ein deutliches Chancenplus erarbeiteten, präsentierten sich die Gäste gnadenlos abgezockt und treffsicher.
Erste Halbzeit: Kalte Dusche nach Fehlern im Spielaufbau
Die Vorfreude auf der Tribüne war riesig, doch das Spiel begann für das Heimteam mit einem herben Dämpfer. Der FCA fand zunächst zwar gut in die Partie, leistete sich in der 13. Minute jedoch einen folgenschweren Fauxpas im Spielaufbau. Weinfelden schaltete blitzschnell um und markierte das eiskalte 0:1. Amriswil zeigte sich unbeeindruckt, übernahm die Spielkontrolle und erarbeitete sich in der Folge eine Reihe hochkarätiger Tormöglichkeiten, der Ball wollte jedoch einfach nicht über die Linie.
Kurz vor dem Pausenpfiff kam es dann knüppeldick: Mitten in die Drangphase des Leaders hinein schlugen die Gäste erneut eiskalt zu und erhöhten in der 42. Minute auf 0:2.
Die Antwort des Wintermeisters folgte jedoch postwendend. Praktisch im Gegenzug pfiff der Unparteiische nach einem Foul im Weinfelder Sechzehner Penalty für den FCA! Captain Eldin Muharemi übernahm die Verantwortung, behielt die Nerven und verwandelte in der 44. Minute souverän zum psychologisch wichtigen 1:2-Anschlusstreffer vor dem Pausentee.
Zweite Halbzeit: Packender Schlagabtausch ohne Happy End
Mit viel Schwung kam das Team aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Doch das Bild glich dem der ersten Halbzeit: Amriswil machte das Spiel, Weinfelden-Bürglen die Tore. In der 63. Minute nutzten die Gäste eine ihrer wenigen Chancen in der zweiten Hälfte eiskalt aus und stellten den Zwei-Tore-Vorsprung mit dem 1:3 wieder her.
Wer dachte, der Leader würde sich nun geschlagen geben, lag falsch. Angetrieben von den Heimfans warf der FCA noch einmal alles nach vorne. Nur zwei Minuten später (65.) schöpfte das Tellenfeld wieder Hoffnung: Nach einer feinen Offensivaktion schnürte Eldin Muharemi per Nachschuss den Doppelpack und verkürzte auf 2:3!
In der verbleibenden Spielzeit glich das Tellenfeld einem Hexenkessel. Amriswil belagerte das gegnerische Tor fast im Minutentakt, sündigte aber ein ums andere Mal im Abschluss oder scheiterte am glücklichen Weinfelder Defensivbollwerk. Trotz des leidenschaftlichen Anrennens bis in die Nachspielzeit wollte der hochverdiente Ausgleichstreffer nicht mehr fallen.
Fazit: Die Spitze rückt enger zusammen
Am Ende blieb es bei der unglücklichen 2:3-Niederlage. Es war ein Nachmittag, an dem der FCA spielerisch zwar überzeugte, sich aber für den betriebenen Aufwand schlicht nicht belohnte. Durch diesen Weinfelder Erfolg rückt die Tabellenspitze der Meisterschaft wieder deutlich enger zusammen.
Einziger Trost: Auch der direkte Verfolger Bischofszell liess am Wochenende überraschend Punkte liegen, sodass der Schaden im Klassement im Rahmen blieb. Nun gilt es, den Fokus schnell wieder aufzurichten, denn nach dem anstehenden Auswärtsspiel in Herisau wartet am Samstag, 25. April, bereits das nächste ganz grosse Derby auf dem Tellenfeld gegen den FC Bischofszell!
Tore: 14. Min 0:1 Levin Alder, 42. Min 0:2 Alexis Miskos, 44. Min 1:2 Eldin Muharemi, 63. Min 1:3 Alexis Miskos, 71. Min 2:3 Eldin Muharemi
FC Amriswil: G. Neziraj, Musa, Wirth, Islami, Günes, Petrovic, Grubenmann, Vranic, Schöpf, Schmid, Muharemi
FC Weinfelden-Bürglen: Weber, Hasani, Brändli, Brüschweiler, Alder, Züllig, Pajaziti, Miskos, Eschenmoser, Thavarasa
