Blitzstart bringt drei Punkte: FCA meistert Pflichtaufgabe in Berg und baut Führung aus
Am Samstagabend, 2. Mai 2026, gab sich der FC Amriswil beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenzehnten SC Berg keine Blösse. Bei absolut perfekten äusseren Bedingungen feierte das Team von Massimo Gioia einen verdienten 0:2-Erfolg. Dank einer furiosen Startphase und einer bärenstarken Torhüterleistung in der Schlussphase holte der Leader die geforderten drei Pflichtpunkte. Da Verfolger Weinfelden-Bürglen zeitgleich patzte, konnte der FCA seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen.
Erste Halbzeit: Effizienter Blitzstart sorgt für frühe Vorentscheidung
Die Marschroute für den Leader war vor dem Anpfiff klar definiert: Ein Sieg gegen den SC Berg war Pflicht, um die Verfolger auf Distanz zu halten. Und die Mannschaft lieferte prompt die geforderte Reaktion. Amriswil übernahm sofort das Spieldiktat und zeigte sich in der Offensive eiskalt.
In der 11. Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz: Robin Wirth behauptete den Ball im gegnerischen Sechzehner stark gegen mehrere Verteidiger, behielt die Übersicht und legte pfannenfertig für Eldin Muharemi auf. Der Captain fackelte nicht lange und schob die Kugel überlegt zur 0:1-Führung in die Ecke.
Nur vier Minuten später (15.) doppelte der FCA nach: Carlo Zanetti schlug eine scharfe Flanke in den Strafraum, wo ein Berger Verteidiger den Ball beim Rettungsversuch unhaltbar abfälschte, 0:2. Mit der komfortablen Führung im Rücken kontrollierte Amriswil in der Folge das Geschehen im Mittelfeld. Kurz vor dem Pausenpfiff, direkt nach der Einwechslung von Ramadani für Tomas Neziraj, hatte Wirth nach einem nachgesetzten Freistoss von Muharemi gar das dritte Tor auf dem Fuss, verfehlte das Gehäuse jedoch knapp.
Zweite Halbzeit: Zwischen Verwaltungsmodus und Neziraj-Glanztaten
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends. Das Spiel spielte sich nun vor allem zwischen den beiden Strafräumen ab, ohne dass sich eines der beiden Teams zunächst zwingende Chancen erarbeiten konnte. Einzig Robin Wirth sorgte für ein Raunen im Stadion, als er den weit herausgelaufenen Berger Schlussmann sah und mit einem Geniestreich aus 40 Metern das leere Tor nur knapp verfehlte.
Mitte der zweiten Halbzeit kam wieder etwas mehr Tempo in die Partie. Nach einem starken Rush des eingewechselten Ramadani über die linke Seite kam Kehl im Zentrum zum Abschluss, brachte jedoch zu wenig Schmackes hinter den Ball.
In der Schlussphase bäumte sich der SC Berg noch einmal auf und blies zur Schlussoffensive. Plötzlich brannte es im Amriswiler Strafraum lichterloh, doch der FCA hatte ja noch Gjon Neziraj zwischen den Pfosten. Nach einem gefährlichen Freistoss der Gastgeber parierte der FCA-Keeper sensationell und hexte kurz darauf auch beim extrem gefährlichen Nachschuss mit einem weiteren Riesenreflex. Mit dieser Doppel-Glanztat bewahrte Neziraj seinem Team die weisse Weste.
Fazit: Vorsprung wächst an der Tabellenspitze
Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 0:2-Auswärtssieg. Es war gewiss eine überschaubare Leistung des Leaders in den zweiten 45 Minuten, doch am Ende zählen im Meisterrennen nur die drei Punkte.
Der Blick auf die anderen Plätze dürfte den Amriswilern das Wochenende zusätzlich versüsst haben: Da Weinfelden-Bürglen nur unentschieden spielte und Bischofszell siegte, thront der FC Amriswil nun mit 4 Punkten Vorsprung auf Bischofszell und 5 Punkten auf Weinfelden-Bürglen an der Tabellenspitze.
Weiter geht es bereits am kommenden Donnerstagabend, 7. Mai 2026, um 20:15 Uhr, wenn der unangenehme Favoritenschreck FC Niederwil im heimischen Tellenfeld gastiert.
Tore: 11. Min 0:1 Eldin Muharemi, 14. Min 0:2 Josua Wiegratz (Eigentor).
FC Amriswil: G. Neziraj, Musa, Wirth, Zanetti, Günes, T. Neziraj, Grubenmann, Vranic, Schöpf, Schmid, Muharemi
SC Berg: Streckeisen, Brülisauer, Jan. Fäh, Jar. Fäh, Zielinski, Bernet, Schüepp, Wiegratz, Lorandi, Schwerb, Fab. Fäh
