Charaktertest bestanden: FCA dreht Blitz-Rückstand in Herisau und baut Führung aus
Am Samstagnachmittag, 18. April 2026, zeigte der FC Amriswil die geforderte Reaktion auf die schmerzhafte Pleite gegen Weinfelden-Bürglen. Beim Auswärtsspiel gegen den FC Herisau siegte der Tabellenführer nach einem frühen Schock am Ende hochverdient mit 1:4. Dank einer fulminanten Viertelstunde vor der Pause, angeführt von einem überzeugendem Captain Eldin Muharemi, meisterte der FCA die Pflichtaufgabe im Appenzellerland bravourös. Weil die Konkurrenz patzte, wurde die Rückreise für die Amriswiler zu einem echten Triumphzug.
Erste Halbzeit: Déjà-vu-Schock und die Wende in Überzahl
Nach der erst zweiten Saisonniederlage in der Vorwoche stand das Team von Massimo Gioia unter Zugzwang. Doch die Partie auf dem Herisauer Ebnet begann mit einer kalten Dusche: Praktisch mit dem ersten Vorstoss schloss der FC Herisau einen Konter gekonnt zum 1:0 ab (4.). Ein bitteres Déjà-vu für den Leader, der erneut einem frühen Rückstand hinterherlaufen musste. Nur wenig später stockte den mitgereisten FCA-Fans der Atem, als ein Herisauer Stürmer alleine auf Gjon Neziraj zulief und im Strafraum fiel- Der Unparteiische entschied zum Glück auf Weiterspielen.
Amriswil schüttelte den Schock ab und erzwang das Glück: In der 20. Minute profitierte Robin Wirth von einem dicken Patzer des Herisauer Keepers und schob aus halblinker Position zum wichtigen 1:1-Ausgleich ins leere Tor ein. Das Spiel beruhigte sich kurzzeitig, ehe sich Herisau in der 35. Minute durch eine gelb-rote Karte selbst schwächte. Der Schiedsrichter fuhr eine kompromisslose Linie und der FCA nutzte das eiskalt aus.
Den fälligen Freistoss aus halblinker Position zirkelte Captain Eldin Muharemi flach an der Mauer vorbei präzise in die linke untere Ecke zur 1:2-Führung (41.). Doch damit nicht genug: Kurz vor dem Pausenpfiff zündete der Captain die nächste Stufe. Nach einem Zuspiel von Wirth legte sich Muharemi den Ball auf den rechten Fuss und zog aus 25 Metern ab. Der absolute Strich von einem Schuss schlug genau im rechten Kreuzeck ein. Ein Traumtor zum 1:3-Halbzeitstand!
Zweite Halbzeit: Herrlicher Spielzug sorgt für den Schlusspunkt
Zur zweiten Halbzeit brachte Gioia frischen Wind und wechselte Ramadani für Höhener ein. In Überzahl kontrollierte der Leader das Geschehen nun nach Belieben. In der 63. Minute folgte die endgültige Entscheidung durch einen Spielzug wie aus dem Lehrbuch: Muharemi schlug einen perfekt temperierten Seitenwechsel auf Tomas Neziraj, der das Leder im Vollsprint mitnahm und überlegt zum 1:4 einnetzte.
In der Folge schaltete der FCA in den Verwaltungsmodus und das Trainerteam nutzte die komfortable Führung für ein munteres Wechselspiel, um Kräfteressourcen zu schonen. Nacheinander kamen Petrovic (68.), Lopez (72.), Kessler (77.) sowie Zanetti und Kehl (80.) in die Partie. Am verdienten und souveränen 1:4-Auswärtssieg rüttelte das spielfreudige Heimteam nicht mehr.
Fazit: Perfekter Spieltag vor dem ganz grossen Derby
Mit dem Schlusspfiff in Herisau war die Erleichterung im Amriswiler Lager spürbar, doch das Beste folgte erst beim Blick auf die Plätze der Konkurrenz. Da sowohl Weinfelden-Bürglen als auch der FC Bischofszell ihre Spiele völlig überraschend verloren, baute der FCA seinen Vorsprung an der Tabellenspitze schlagartig auf komfortable 6 bzw. 7 Punkte aus.
Mit diesem dicken Polster im Rücken ist die Bühne perfekt bereitet für das absolute Highlight der Rückrunde: Am nächsten Samstag, 25. April 2026, empfängt der FCA den geschlagenen Verfolger FC Bischofszell zum heissen Thurgauer Derby auf dem Tellenfeld. Anpfiff ist um 16:30 Uhr und die Mannschaft zählt auf ein volles Haus und lautstarke Unterstützung!
Tore: 4. Min 1:0 Milos Markovic, 20. Min 1:1 Robin Wirth, 41. Min 1:2 Eldin Muharemi, 45+3. Min 1:3 Eldin Muharemi, 62. Min 1:4 Tomas Neziraj
FC Amriswil: G. Neziraj, Musa, Wirth, Islami, Günes, T. Neziraj, Grubenmann, Vranic, Schöpf, Höhener, Muharemi
FC Herisau: Grubenmann, Gemperle, Bianculli, Thörig, Büeöer, C. Tolino, Staub, P. Tolino, Jäger, Markovic, Gomes Gonçalves
